ICL

ICL

19 Februar 2018
 Kategorien: Augenoptiker, Blog


Wer den Begriff ICL im Internet nachschaut, der wird in Verbindung mit dieser Abkürzung eine Menge Informationen finden. Doch im eigentlichen Sinne soll es hier um die sogenannten implantierbaren Kontaktlinsen gehen, die im englischen als Implantatable Contactlenses bezeichnet werden. Hiervon leitet sich auch die Abkürzung ICL ab. Doch wie funktionieren diese Linsen und was genau bringen sie dem Anwender. Ein kleiner Überblick soll im wahrsten Sinne des Wortes Klarheit schaffen. 

Was sind implantierbare Kontaktlinsen  

Implantierbare Kontaktlinsen oder auch ICLs sind Kontaktlinsen die nicht einfach nur auf das Auge aufgelegt werden, sondern die mittels eines bestimmten und hoch spezialisierten Laserverfahrens direkt mit der oberen Hornhaut des Auges verbunden werden. Dies bedeutet, dass die Linsen im Nachhinein vom Nutzer nicht einfach entfernt werden können. Hier wäre eine weitere Operation erforderlich.  Allerdings bieten diese Linsen einen erheblichen Vorteil gegenüber den normalen Modellen. Zum einen können sie niemals verloren gehen und zum anderen kann so die genaue Anpassung an die Sehschärfe vorgenommen werden. Die Linsen sind zu diesem Zweck sehr elastisch und bieten somit einen perfekten Sitz, ohne das Reizungen oder ein Druckgefühl im Auge entstehen.   

Bessere Wahrnehmung  

ICLs - dies haben Studien gezeigt - bieten dabei eine deutlich bessere Sehschärfe, als Modelle die nur in das Auge eingesetzt werden. Dies liegt daran, dass sie direkt mit dem Auge verbunden sind und somit alle Bewegungen des Organs auch mit ausführen. Somit kann es nicht zu einer Verschiebung des fokussierenden Punktes kommen, sodass die Ausrichtung immer ideal auf den Brennpunkt ausgerichtet ist.  Zudem kann auf diese Weise auch eine entsprechende Tiefenwahrnehmung erfolgen, denn diese wird nicht durch sich verschiebende Ränder verzerrt, ein Umstand der den meisten Personen die Kontaktlinsen nutzen gar nicht auffällt. Allerdings kann dies zu einem toten oder verschwommen Winkel führen, der grade bei Autofahrten durchaus zu einem Unfall beitragen kann. Daher sind implantierbare Kontaktlinsen auch in puncto Sicherheit ein bedeutender Faktor.   

Einsetzen in Augenkliniken möglich  

In diversen Augenkliniken und bei unterschiedlichen Ärzten, wie beispielsweise Dr. med Bernhard Febrer Bowen, kann sich der Patient die ICLs einsetzen lassen. Hier ist allerdings immer eine vorherige Untersuchung erforderlich, denn es muss sich um eine ansonsten nicht anderweitig korrigierbare Fehlbildung oder Erkrankung des Auges handeln. Sollten alle anderen Optionen ausgeschlossen worden sein, kann das Einsetzen der Kontaktlinsen erfolgen. Die OP wird in der Regel nicht unter Vollnarkose durchgeführt und dauert im Idealfall nur wenige Minuten. Die Oberfläche der Hornhaut wird dabei mittels eines Lasers aufgeraut. Sodann folgt das Aufsetzen der Linsen, die wiederum mit einem Laser verschweißt werden. Mit Nachsorge sollte das ganze Verfahren nicht mehr als zwei Stunden in Anspruch nehmen, wobei am Ende ein klares und deutliches Sehvermögen gegeben sein sollte.   

Ein wichtiger Hinweis: In jedem Fall ist vor einem solchen Eingriff immer der behandelnde Augenarzt oder der Hausarzt zu konsultieren.